Sehnenbelastung durch Schuheinlagen? – Teil 6 der Umstellung

Sehnenbelastung durch Laufstil oder die Schuheinlagen?

[22.04.2014] Vor gut zwei Monaten schreibe ich, dass es ohne Einlagen nicht geht, da ich sonst eine neue Laufverletzung riskieren würde. Und jetzt durfte ich gut fünf Wochen pausieren, was ich zum Teil den Einlagen in die Schuhe schiebe. Oder war es doch nur eine zu große Sehnenbelastung, die durch den Natural Running Laufstil hervorgerufen wurde? Ich darf mal wieder vermuten. Wie kam es zu diesem (kleineren) Rückschlag bei der Umstellung?

Entzündung durch zu hohe Sehnenbelastung?

Wie in meinem Beitrag zur Behandlung meiner Sehnenentzündung geschrieben, fühlte es sich erst wie ein erneuter Ermüdungsbruch an, was sich dann aber als Peritendinitis der Peroneussehne herausstellte. Diese Sehne entspringt dem Wadenbein und verläuft um den Außenknöchel herum am äußeren Fußrand Richtung Zehen.

Fakt ist, dass der Mittelfußlauf wohl, so meine Recherche, die Peroneussehne und auch die Außenkante des Fußes stärker belastet als der Fersenlauf. Aber lag diese zu starke Sehnenbelastung allein am Natural Running? Schließlich bin ich schon einige Monate ohne jegliche Schmerzen im Fuß unterwegs. Ich habe eher meine neuen Einlagen im Verdacht, die ich Anfang des Jahres gegen ein frisch angepasstes Paar eingetauscht hatte. Dieses war an der Fußinnenseite relativ hoch, so dass der Fuß beim Laufen unweigerlich stärker auf die Außenkante „gedrückt“ wurde, was zu dieser Sehnenbelastung oder viel mehr -überlastung geführt hat oder (wir befinden uns ja im Vermutungs- und nicht Fakten-Modus) geführt haben könnte. Ein Indiz hierfür ist auch das Ablaufprofil der Sohlen meiner Laufschuhe, die an den Außenkanten sehr viel schneller platt waren als an anderen Stellen.

Überarbeitung der Einlagen schaffte Besserung

Also hin zum orthopädischen Schuhfachgeschäft, Problem erklärt, Füße noch mal gescannt und die Einlagen überarbeitet. Und siehe da: Seitdem habe ich keine Probleme mehr, die Sehnen werden nicht mehr zu stark belastet.

Wie gesagt: Es könnte auch am Laufstil gelegen haben. Da ich vor der Überarbeitung der Einlagen und der Wiederaufnahme des Trainings fünf Wochen pausiert habe, ist es möglich, dass sich die Füße auch einfach von der Sehnenbelastung erholen konnten und jetzt wieder normal funktionieren. Dagegen spricht aber, dass ich die Sohlen meiner Laufschuhe nun ganz gleichmäßig ablaufe, also sehr flach auf dem Mittelfuß lande. (Seit fünf Wochen laufe ich wieder, seit drei Wochen trainiere ich intensiv für den Zugspitz Supertrail.) Eine deutliche Verbesserung des kompletten Laufstils, allein aufgrund ein paar Millimeter weniger Höhe im Fußinnenbereich der Einlagen.

Ach ja, das Laufen ohne Einlagen habe ich bei der Gelegenheit auch mal wieder versucht: Funktioniert leider nicht – da gibt’s muntere Knieschmerzen, was auch nicht so lustig ist.

Update: Januar 2015

Mittlerweile habe ich nun doch, wie schon bei meinem Update zu Teil 5 geschrieben, mit der Entwöhnung der Schuheinlagen begonnen: Sowohl die Entzündung der Peroneus-Sehne als auch die Plantar Fasciitis muss ich ganz klar den Einlagen zuschreiben. Es wird ab jetzt also ohne Einlagen gelaufen. Zwar schmerzt es jetzt an der einen oder anderen Stelle, da sich mein kompletter Bewegungsapparat an die Einlagen gewöhnt hat – aber das nehme ich gerne in Kauf. 2 x 4 Wochen Verletzungspause in einem Jahr dank Einlagen sind genug.

Hier geht’s zur Übersichtsseite Mein Natural Running Projekt.

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Geschrieben von: Bert

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