Für mich die optimale Wahl: Salomon Sense Pro in perfekter Optik

Am Salomon Sense Pro führte für mich kein Weg vorbei – kein Trailrunning-Schuh passt besser an meine Füße und zu meinem Mittelfußlaufstil. Kein Laufschuh bietet für mich diese optimale Kombination aus niedriger Sprengung, direktem Laufgefühl und dennoch ausreichend Schutz und Dämpfung. Und dann noch diese Farbe, dieses Blau vom Salomon Sense Pro – der absolute Hammer. Aber man kauft einen Laufschuh natürlich auf keinen Fall, aber auch auf gar keinen Fall aufgrund der Optik oder der Farbe. Nein, das macht man einfach nicht. Wirklich nicht.

Haltbarkeit der Sohle besser als gedacht

Eines vorweg: Meine Kritik an der Qualität und somit der Haltbarkeit der Sohle, die ich beim Mantra lautstark geäußert hatte, muss ich relativieren: Die Sohle vom Salomon Sense Pro zeigt auch nach 150 Kilometern so gut wie keine Abnutzungserscheinungen – abgesehen vom Dreck sieht sie aus wie neu. (Wenn Ihr wissen wollt, wie sich der Schuh bis zum Schluss geschlagen hat, einfach nach unten scrollen – da gibt’s die Updates.) Woran lag’s, dass ich die Sohle vom Vorgänger-Modell so schnell platt gelaufen hatte? Ich habe stark meine Einlagen im Verdacht, die eigens für meine krummen Füße angefertigt wurden und die mich zu stark auf die Fuß-Außenseite beim Laufen gedrückt haben. Problem erkannt, Einlagen überarbeitet, und schon hält die Sohle vom Salomon Sense Pro während sie beim Mantra zu dieser Zeit schon komplett blank war.

Worin unterscheidet sich der Sense Pro vom Vorgänger?

Die Unterschiede zum Mantra sind beim Salomon Sense Pro gering: Er wiegt 276 Gramm bei Größe 44 und somit ganze 5 Gramm weniger als der Vorläufer. Das wird vermutlich niemand bemerken. Das Mesh-Material ist aber sehr viel weicher und liegt angenehmer am Fuß. Die Schnürung fängt nun ein bisschen weiter oben an und nimmt den in der Einlaufphase unangenehmen Druck auf dem Fußrücken raus. Sonst gibt es in meinen Augen wenig Unterschiede zu vermelden: Der Salomon Sense Pro hat ebenfalls 6-Milimeter Sprengung, ist knackig, aber auch für lange Distanzen ausreichend gedämpft und das Profil bietet guten Grip auf allen möglichen Untergründen. Nur wenn es extrem matschig ist, kommen die kleinen Noppen an ihre Grenzen.

Am ehesten ist der Salomon Sense Pro für mich mit dem inov-8 Trailroc 255 zu vergleichen, den ich parallel und ebenfalls sehr gerne laufe. Was mir am Sense Pro aber mehr gefällt, ist der für mich bessere Fersenhalt und die Schutzkappe im Zehenbereich, die eher mal einen unvorsichtigen Tritt gegen eine Wurzel oder einen Stein verzeiht als das zwar verstärkte, aber doch sehr viel weichere Material des Trailroc.

Nicht von der City Trail Kategorisierung abschrecken lassen

Der Salomon Sense Pro läuft bei Salomon unter der City Trail Kategorie. Auf Rückfrage bei Salomon, ob er sich auch für meinen geplanten Zugspitz Supertrail eignen würde, hieß es aber: Klar, kein Problem. Also: Wer mehr auf Trails und weniger in der City unterwegs ist, sollte sich durch diese Marketing-Kategorie nicht abschrecken lassen. Der Salomon Sense Pro ist ein waschechter Trailschuh und kein Schuh, der sich nur für den Stadtpark eignet.

Ach ja, wem das Blau nicht gefällt: Es gibt den Salomon Sense Pro auch in Grün und Gelb. Die knallen genauso schön.

Salomon Sense Pro im Test

Review zum neuen Salomon Sense Pro

Die Innenseite des Trailrunning-Schuhs

Rückseite mit geprägtem Salomon "S"

Schmaler Schnitt des Sense Pro
Hier erkennt man den recht schmalen Schnitt des Salomon Sense Pro ganz gut. Bei breiteren Füßen erstmal testen, ob er passt.

Update nach über 350 Laufkilometern

Da ich aktuell für den Zugspitz Supertrail trainiere, sammele ich eifrig Kilometer – auch mit dem Salomon Sense Pro, den ich bei diesem Lauf tragen werde. Mittlerweile stehen über 350 Kilometer auf dem Tacho, und die Haltbarkeit der Sohle ist soweit sehr gut. Sie zeigt nur leichte Abnutzungserscheinungen, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann. Auch sonst zeigt der Trailschuh keinerlei Mängel.

Sohlenabnutzung Salomon Sense Pro
Nach über 350 Kilometern zeigt die Sohle des Salomon Sense Pro kaum Abnutzungserscheinungen.
Gute Haltbarkeit und Qualität des Salomon Schuhs
Auch sonst ist die Haltbarkeit bislang sehr gut. Keine Risse am Obermaterial, die Sohle immer noch top.

Abschlussfazit

650 Kilometern stehen nun auf dem Tacho und noch immer steht der Sense Pro gut da. Klar, ein paar Ermüdungserscheinungen zeigen sich nun, aber das ist bei einem so leichten Schuh bei so einer Distanz auch völlig in Ordnung. Noch 100 Kilometer gebe ich dem Schuh, dann dürfte er fertig sein, denn die Dämpfung lässt nach und das Laufgefühl wird langsam ein wenig schwammig. Wie er jetzt aussieht? Hier gibt’s ein paar aktuelle Bilder:

Leicht Ermüdungserscheinungen am Obermaterial nach 650 gelaufenen Kilometern
Leicht Ermüdungserscheinungen am Obermaterial nach 650 gelaufenen Kilometern
Haltbarkeit sehr gut: Sohlenprofil des Sense Pro nach 650 Kilometern
An ein paar Stellen ist das Profil runter, im großen und ganzen sieht es aber noch sehr gut aus. Wirklich klasse nach 650 Kilometern. Da kann man nicht meckern.

Ob ich den Sense Pro noch einmal kaufen würde? Unbedingt: ein zweites Paar hat bereits 150 Kilometer runter, ein drittes (dieses Mal in Gelb) habe ich gerade günstig im Schlussverkauf erstanden. Für mich der optimale Schuh für jede Distanz.

Nachtrag: Der Sense Pro im Schnee

Zwischen den Jahren hatte es endlich mal wieder geschneit und ich konnte testen, wie sich der Salomon Sense Pro auf Schnee schlägt: ebenfalls sehr beeindruckend, was diese kleinen Noppen an Grip aufbauen. Bei trockenem Schnee hatte ich ein absolut verlässliches Gefühl und machte auch Downhill ordentlich Tempo, nur ein bisschen langsamer als bei trockenen Bedingungen. Als der Schnee dann ein paar Tage später nasser wurde, geriet der Sense Pro an seine Grenzen, aber diese Schnee-Matsch-Mischung war auch sehr speziell. Also: Selbst für Winterläufe ist der Sense Pro eine Empfehlung.

Geschrieben von: Bert

Salomon Sense Pro: Test mit 650 Trail-Kilometern

Bert

Seit August 2011 laufe ich durch den schönen Odenwald im Süden Hessens. Am liebsten bin ich auf Trails unterwegs, die gerne über 30 Kilometer lang sein dürfen. Mittlerweile bin ich neun Ultratrails gelaufen – von 60 bis 170 Kilometern, von 2.500 bis 10.000 Höhenmetern. Zuletzt den Cape Wrath Ultra, der mich in acht Etappen von Fort William bis nach Cape Wrath geführt hat.

Kategorie: Tests
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7 Kommentare

  • Hi,

    ist denn der Sense Pro tatsächlich der Nachfolger des Sense Mantra, denn dieser ist ja inzwischen auch in einer „2er“ Version verfügbar.
    Bisher konnte ich zum Glück Dein Problem noch nicht nachvollziehen – meine Sense Mantra sehen immer noch normal aus, obwohl ich tatsächlich schon reine Asphaltläufe damit absolviert habe.

    VG
    Daniel

    • Hi Daniel,
      da hast du irgendwie schon recht, mit dieser Nachfolger-Sache. Es gibt auch den Mantra 2, der parallel zum Salomon Sense Pro rausgekommen ist. Für mich ist der Sense Pro der Nachfolger vom Mantra. Baut alles auf der gleichen Plattform auf und unterschiedet sich nur durch die Farben und das Obermaterial. Man könnte auch sagen: Salomon schlachtet die Sense-Kiste ganz gut aus. Aber es sei ihnen gegönnt – ob Mantra 1, Mantra 2 oder Pro, für mich sind das aktuell die besten Trailschuhe.
      Und bezüglich der Sohle: Ich bin mir sehr sicher, dass es an meinen Einlagen lag. Der Sense Pro zeigt auch jetzt nach über 200km keine Ermüdungserscheinungen.
      Viele Grüße
      Bert

  • Hallo Bert,

    auf deinen Test hin hatte ich mir den Sense Pro ja auch besorgt. Ist noch immer mein Lieblingsschuh. Deinen Nachtrag mit dem Grip auf trockenem Schnee kann ich auch bestätigen. Der hat sich bei mir dort zwischenzeitlich auch sehr gut bewährt. Klasse Schuh – das 2. Paar liegt vorsorglich bereits im Regal 😉

    Gruß
    Alex

  • hi, Bert,
    ich habe mir Salomon Men Sense Pro zugelegt.
    Nun nach bereits nach 20 Km hat sich auf beiden Schuhe auf der Knick-Stelle das Plastik vom Stoff abgelöst.
    Hattest du das auch gehabt? ist es ein Produktionsfehler?

    Danke & Gruß

    Alexej

    • Hi Alexej,
      nein – wie du an den Bildern sehen kannst, haben meine Sense Pro sehr gut gehalten. Ich laufe mittlerweile das dritte Paar. 600 bis 700 Kilometer sind kein Problem. Das klingt bei dir nach einem Produktionsfehler.
      VG
      Bert

  • Hi, ich bin auf der Suche nach einem Schuh für das Laufen im Herbst/Winter mit gutem Grip, ausschließlich Straße/Asphalt + wenn es wirklich nass und rutschig ist, und fand den Sense Pro oder den Sense Mantra 3 ganz interessant. Allerdings habe ich überhaupt keine Erfahrungen mit Trail-Schuhen (bin bisher reiner Straßenläufer und für die seltenen Ausflüge in eher gemäßigtes Gelände benutze ich meine Straßenschuhe). Meine Frage ist, ob sich der Sense Pro auch normal (nur) auf der Straße laufen lässt (oder ist er evtl. zu rustikal etc.) ? Mit höherem Verschleiß des Sohlenprofils kann ich leben, da ich den Schuh nicht ständig nutzen würde, sondern nur wenn es wirklich rutschig ist. Ich bin Vor-/Mittelfußläufer und benutze ansonsten fast ausschließlich Lightweighttrainer und Wettkampfschuhe. Griptechnisch fand ich in meinem „Straßenfuhrpark“ den New Balance 1500 am besten, allerdings ist die Oberkonstruktion für Nässe/Kälte/Schnee überhaupt nicht geeignet. Vielen Dank für ein Feedback und beste Grüße!

    • Hallo Dietmar,
      der Sense Pro lässt sich auch gut auf der Straße laufen. Ich bin mit dem Schuh den Rodgau 50 gelaufen – ein 50 Kilometer langer Lauf über Waldwege und auch Asphalt. War perfekt. Zu rustikal ist er sicher nicht.
      Viele Grüße
      Bert

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