Dank einer fehlerhaften Akkuanzeige durfte ich den Suunto Support testen

Nach Salomon durfte ich nun auch unfreiwillig einen finnischen Kundenservice testen, und zwar den Suunto Support. Die Ambit2 ist ja mehr als nur eine Uhr, die dezent das Handgelenk umschmeichelt. Sie ist ein Monument. Trifft dies auch auf den Suunto Support zu? Behält man ihn positiv in Erinnerung?

Aber warum musste ich mich überhaupt an den Support wenden? Anfang Dezember kaufte ich mir als vorweihnachtliches Geschenk eine Ambit2. Schnell war ich von der GPS-Uhr begeistert, wie man in meinem Beitrag zum Suunto Movescount nachlesen kann. Nach ein paar Läufen kam ich dann mit einem Akkustand von 46% nach Hause, kurz unter die Dusche, dann wollte ich die Werte des Laufs in mein Excel-Lauftagebuch eintragen. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, dass die Uhr auf einmal nur noch einen Ladestand von 3% anzeigte. Ein wenig irritiert übertrug ich die Daten auf den Rechner und lud den Akku dabei auf – was verdächtig schnell ging. Ein paar Läufe später das gleiche Spiel, dieses Mal sackte die Anzeige gleich auf 0% ab, ohne dass die Uhr sich ausschaltete. Mit dem Akku selbst schien also alles in Ordnung zu sein. Zeit für einen Kontakt zum Suunto Support, der eine deutschsprachige Hotline anbietet.

Suunto Support - Garantieabwicklung wegen fehlerhafter Akkuanzeige
Ein Fall für den Suunto Support – die Uhr läuft noch, die Akkuanzeige steht aber bei 0 Prozent.

Suunto Support die Erste: Akku über 12 Stunden laden

Mir wurde empfohlen, die Ambit2 voll zu laden und dann weitere 12 Stunden an der Stromversorgung zu lassen, da sich so der Akkusensor kalibrieren würde. Gesagt, getan, und die Ambit2 über Nacht geladen. Weitere Läufe, die Akkuanzeige bliebt fehlerhaft. Ich versuchte es „auf eigene Faust“ erneut, lief den Akku jetzt komplett leer, bis sich die Uhr ausschaltete. Dann erneut über 12 Stunden geladen. Leider wieder ohne Erfolg.

Suunto Support die Zweite: Firmware-Update erzwingen

Zwei Tage vor Weihnachten schrieb ich dann eine E-Mail an den Suunto Support. Dass die versprochene Reaktionszeit von 72 Stunden aufgrund der Feiertage wohl nicht einzuhalten war, dachte ich mir schon. Eine Rückmeldung bekam ich dann erst Anfang Januar. Nicht weiter tragisch, die deutschsprachigen Suunto-Mitarbeiter sind sicherlich nicht so zahlreich und müssen auch mal Urlaub machen. Die Empfehlung nun: Ein Firmware-Update über Movescount erzwingen, also ein komplettes Reset. Wenn das keine Verbesserung bringe, solle ich die Uhr zur Reparatur einschicken. Kurz: Auch diese Vorschlag brachte keine Lösung, so dass ich online über die Suunto-Website einen Reparaturauftrag ausfüllte.

Suunto Support die Dritte: Reparatur in Finnland

Per E-Mail bekam ich die Versandunterlagen für UPS zugeschickt, online beauftrage ich einen Abholtermin, die Uhr wurde am nächsten Tag abgeholt und traf am darauffolgenden Tag per Express schon in Finnland ein. Darüber wurde ich per E-Mail informiert und auch darüber, dass die Reparatur vermutlich 10 Tage dauern würde. Nach drei Tagen bekam ich dann aber schon eine E-Mail, dass die Reparatur abgeschlossen sei. Ein PDF informierte über die durchgeführten Maßnahmen: Der Suunto Support hatte die komplette Uhr einfach gegen eine neue Unit ausgetauscht, nur das Armband wurde von meiner „alten“ Ambit2 übernommen. Kosten hatte ich natürlich keine, alles wurde über die Garantie abgewickelt.

Nach den schlechten Erfahrungen mit dem Salomon Support ist der Suunto Support doch ein positives Gegenbeispiel, wie man auch mit seinen Kunden umgehen kann. Aber alles andere hätte einem Premium-Hersteller im Bereich der GPS-Uhren auch nicht wirklich gut gestanden. Und die Akkuanzeige? Die zeigt nun auch Werte zwischen 46% und 3% an.

Geschrieben von: Bert

Suunto Support im unfreiwilligen Test

Bert

Seit August 2011 laufe ich durch den schönen Odenwald im Süden Hessens. Am liebsten bin ich auf Trails unterwegs, die gerne über 30 Kilometer lang sein dürfen. Mittlerweile bin ich neun Ultratrails gelaufen – von 60 bis 170 Kilometern, von 2.500 bis 10.000 Höhenmetern. Zuletzt den Cape Wrath Ultra, der mich in acht Etappen von Fort William bis nach Cape Wrath geführt hat.

Kategorie: Dies & Das
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