Veganer Apfelkuchen ohne Zucker

Verdammt lecker, verdammt gesund: Veganer Apfelkuchen

Veganer Apfelkuchen aus Vollkorndinkelmehl und dann auch noch ohne Zucker – das klingt verdammt gesund und verdammt unlecker. Ist es aber nicht. Ich war selbst überrascht, wie lecker meine spontane Eigenkreation schmeckt. Fragt sich nur, was ein Rezept in einem Laufblog zu suchen hat. Sollte es hier nicht um Laufschuhe, beinharte Wettkämpfe und lange Läufe in der freien Natur gehen? Richtig und darum geht es hier auch in erster Linie. Doch Laufen und Ernährung gehören für mich zusammen. Daher also ein Rezept für einen veganen Apfelkuchen. Vegan deshalb, weil ich derzeit meine Ernährung von vegetarisch auf vegan umstelle und aktuell ein wenig experimentiere. Apfelkuchen ist mein Lieblingskuchen, und eigentlich kommen da ein Haufen Butter, vier Eier und ordentlich Vollmilch rein. Wie kann man diesen Kuchen ohne tierische Produkte backen?

Dinkelmehl statt Weizenmehl, Agavensirup statt Zucker

Statt Butter gibt es Soja-Butter, statt Vollmilch Soja-Milch. Das ist schon mal einfach, und auf die Eier kann man einfach verzichten und ein bisschen mehr von der Soja-Butter nehmen. Zweite Überlegung: Wie gesund kann ein Kuchen eigentlich sein? Also statt Weizenmehl Vollkorndinkelmehl genommen, und weißer Zucker ist einfach so dermaßen ungesund, dass er komplett durch Agavensirup ersetzt wird. Und so ein Boskop-Apfel ist von sich aus schon ziemlich vegan und recht gesund. Dann mal los mit der Backerei des veganen Apfelkuchens, tatkräftig von meinen beiden Kindern (4 und 7) unterstützt.

Hier die Zutaten im Überblick

300 g Vollkorndinkelmehl
250 g Soja-Butter
120 g Agavensirup
4 Teelöffel Backpulver
150 bis 200 ml Soja-Milch
4 große Boskop-Äpfel

Die Soja-Butter mit dem Agavensirup verrühren. Mehl mit dem Backpulver dazumengen und mit der Soja-Milch verrühren, bis der Teig konsistent und leicht feucht ist. Die Springform fetten und mehlen, dann den Teig rein und glattstreichen. Die Äpfel hat man am besten vorher schon geschält und in schmale Scheiben geschnitten. Nur leicht in den Teig drücken, sie versinken dann beim Backen. Das war’s auch schon. Ab in den Ofen mit dem veganen Apfelkuchen und bei 200 ° C gute 45 Minuten backen. Ich habe den Kuchen die letzten zehn Minuten mit Alufolie abgedeckt, da er sonst zu braun geworden wäre. Super simpel. Super lecker – auch meine Kinder waren begeistert, obwohl ich lange Gesichter erwartet hatte. Und für einen Kuchen auch noch super gesund. Und so sieht er dann fertig aus:

Veganer Apfelkuchen aus Vollkorndinkelmehl ohne Zucker
Veganer Apfelkuchen aus Vollkorndinkelmehl ohne Zucker

Geschrieben von: Bert

Veganer Apfelkuchen aus Vollkorndinkelmehl ohne Zucker

Bert

Seit August 2011 laufe ich durch den schönen Odenwald im Süden Hessens. Am liebsten bin ich auf Trails unterwegs, die gerne über 30 Kilometer lang sein dürfen. Mittlerweile bin ich neun Ultratrails gelaufen – von 60 bis 170 Kilometern, von 2.500 bis 10.000 Höhenmetern. Zuletzt den Cape Wrath Ultra, der mich in acht Etappen von Fort William bis nach Cape Wrath geführt hat.

Kategorie: Dies & Das
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24 Kommentare

  • Also ich bin ja nun alles, aber kein Veganer. Aber wir versuchen zu Hause auch etwas abwechslungsreicher und vor allem auch bewusster zu kochen. Und da passt dein Rezept ja eigentlich super, um das mal auszuprobieren.

    Am Samstag wollte ich eigentlich mal ein Brot backen, hat zeitlich leider nicht gepasst, aber das steht auch noch auf meiner ToDo-Liste für Januar.
    Den Kuchen hier habe ich mir mal gespeichert. Vielleicht nehme ich dann meine Kollegen von chefkoch.de mal als Testesser. 😉

    • Der Kuchen hat bei uns keine zwei Tage überlebt. Die Kinder waren echt begeistert, und das will ja was heißen bei einem so gesunden veganen Apfelkuchen. Schreib mal, wie der Kuchen Euch oder deinen Kollegen geschmeckt hat. Ich bin gespannt.

      Brot habe ich gestern gebacken, nach diesem Rezept von Katrin und Daniel von beVegt: http://www.bevegt.de/vollkornbrot-rezept/ Super einfach und gelingt wirklich auf Anhieb perfekt. Das Brot schmeckt richtig gut. Ich würde nur ein bisschen mehr Salz nehmen.

  • Das ist auch mein geplantes Brotrezept. 😉

  • Soja macht impotent und verursacht vielleicht Alzheimer. Außerdem ist eine fett- und eiweißreiche Ernährung nicht gesund. Douglas Graham empfiehlt, daß mindestens 80% der Kalorien von Kohlenhydraten kommen. Sein wichtigstes Buch heißt The 80/10/10 diet.

    Sicher ist es nicht gut, viel Zucker zu essen. Doch was ist zu viel bei Zucker? Das müßte man ausprobieren. Wenn man krank wird, war es zu viel. Für einen Kuchen nehme ich Zucker. Schließlich ist ein Kuchen Luxus und keine Schonkost.

    • Danke für deinen Beitrag. Dass Soja impotent macht und Alzheimer verursacht, ist die letzten Jahre immer mal wieder hochgegekommen. Allerdings gibt, soweit ich weiß, keine repräsentative medizinische Studie zu diesem Thema. Frage mich auch, wieviele an solchen Aussagen auf das Konto der Fleischindustrie und deren Lobby geht.

      Als Läufer esse ich natürlich sehr viele Kohlenhydrate. Süßigkeiten sind ohnehin nicht so mein Ding, und auch diesen veganen Apfelkuchen gibt es nicht jeden Sonntag. Dass man den Kuchen auch mit Zucker backen kann, ist klar. Einfach anstelle des Sirups etwa die gleiche Menge Zucker nehmen.

  • Das Rezept klingt wirklich lecker. Veganes Essen hat bei uns nicht erste Priorität, allerdings mag ich eine Abwechslungsreiche Küche.
    ich bin überzeugt davon, dass mehr Abwechslung in Gerichten, Zutaten und auch Einkaufsorten vermeidet sich zu einseitig zu ernähren.

    das Rezept werde ich auch mal testen…bisher ist mein veganer Favorit ein Bananenbrot 😉

    • Hallo Daniel,
      schön dich hier zu sehen und danke für deinen Beitrag. Ja, das Rezept schmeckt wirklich. Kinder sind bei so was ja die besten Tester. Berichte mal, wenn Ihr es ausprobiert habt.
      Viele Grüße
      BErt

      • Hallo Bert,
        noch diesen Monat habe ich Geburtstag und werde meinen Gästen prompt „Deinen“ vegan en Apfelkuchen auftischen. 😉
        Also vielen Dank für das Rezept!
        Wo genau wohnt ihr denn im Odenwald? Ich wohne auch im Odw. und lebe seit letztem Jahr Oktober vegan. Leider kenne ich hier überhaupt keine anderen Veganer. 🙁
        Viele Grüße,
        Nina

        • Hallo Nina,
          vielen Dank für deinen Beitrag. Ja, Veganer oder auch nur Vegetarier sind im Odenwald sehr selten, da steht doch eher jeden Tag Fleisch auf dem Speiseplan. Wir kennen da auch sonst niemanden. Wir wohnen in der Nähe von Bad König. Schreib mal, wie dir (und deinen Gästen) der Kuchen geschmeckt hat.
          LG
          Bert

  • Ich lese gerade das hier:
    -> http://blog.paleosophie.de/2013/05/30/noch-giftiger-als-zucker-agavendicksaft-und-drei-bessere-alternativen/

    Und das hier:
    -> http://www.chefkoch.de/forum/2,16,449763/Agavensirup-oder-Ahornsirup-was-ist-gesuender.html

    Ich habe den Dicksaft zwar gerade gekauft, allerdings bin ich mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich ihn eigentlich verwendet will .. hmmm.
    Mich hatte das schon gewundert, dass auf der Verpackung stand, dass in 100g 75g Zucker enthalten sein sollen. Deshalb auch eben meine Nachfrage via Twitter.

    Agavensirup statt Zucker erscheint mir irgendwie nicht so ganz korrekt zu sein.
    Ich probiere das jetzt einfach mal damit, aber da würde ich doch gerne mal eine kleine „Diskussion“ anstoßen, was da deine Erfahrungen/Meinung sind/ist.

    Jetzt wird erstmal gebacken. 🙂

    • Hi Benni, interessanter Punkt, zu dem ich gerade nicht allzu viel sagen kann. Da müsste ich jetzt in die Recherche einsteigen. Ich denke aber, dass es gerade im Bereich der Süßungsmittel zig Meinungen und Ansätze gibt. Einfach mal testen und schauen, was einem selbst behagt – sowohl geschmacklich, aber auch auf die anderen Faktoren bezogen. Das gilbt auch beim veganen Apfelkuchen – wer mag, kann den Dicksaft auch einfach mit Zucker ersetzen.
      LG Bert

  • […] des Jahres hat Bert ein Apfelkuchenrezept veröffentlicht. Ich habe bislang erst einen super einfachen Schokokuchen auf dem Bleck gemacht. […]

  • Am Wochenende ist es wieder soweit. Den Kuchen gibt es als Geburtstagskuchen(geschenk) für meine Mutter. Ich bin gespannt. 🙂

    Außerdem wir das dann mein erstes Kuchenstück in der Fastenzeit. Aber das gönne ich mir dann auch. *yummi* 🙂

  • Hallo Bert,
    ich möchte diesen Kuchen unbedingt probieren. Kann ich auch Alsan verwenden und vielleicht Hafermilch?
    Viele Grüße
    Nadja

    • Hallo Nadja,
      herzlich Willkommen in meinem Blog und vielen Dank für deine Frage, die ich, um ehrlich zu sein, nicht so richtig beantworten kann. Ich probiere einfach viel aus und schaue dann, ob es funktioniert. Alsan sollte kein Problem sein. Wie die Zutaten auf Hafermilch reagieren? Keine Ahnung. Aber warum sollte es nicht klappen?

      Vielleicht testest du es einfach mal, wenn nicht gleich die Verwandtschaft zu Besuch kommt und einen perfekten Kuchen erwartet. Ein Test-Backen sozusagen. Und dann freue ich mich natürlich über einen Kommentar von dir, wie und ob das Rezept mit Alsan und Hafermilch funktioniert.
      LG
      Bert

      • Hey Bert,

        vielen Dank für die schnelle Antwort, ja das mache ich. Ich bin seit Sommer erst Veganerin (davor Vegetarierin) und probiere auch manches einfach aus. Von daher habe ich kein Problem beim Ausprobieren 🙂
        Klar, gebe dann gern Bescheid. Werde morgen gleich einkaufen und dann Probe-BAcken. Dass es für die Gäste funktioniert. Leider sind die meisten eh skeptisch mir gegenüber, „Was kannst du denn überhaupt essen??“
        Mal sehen…melde mich wieder!

        LG
        Nadja

  • Hallo Bert,

    also mit Alsan hat es wunderbar funktioniert, nur an die Hafermilch habe ich mich nicht rangetraut 😉 Doch lieber mit Sojamilch. Meine Gäste fanden den Kuchen suuuper lecker! Vielen vielen Dank für das leckere Rezept!!!
    Meine nächste Variation für morgen ist das mal mit Nüssen im Teig zu versuchen. Ich probier mal einfach etwas aus….:-)
    LG
    Nadja

    • Hallo Nadja,
      klasse, das freut mich natürlich. Und dank dir für das Feedback. Mit Nüssen wird’s bestimmt noch leckerer.
      Es gibt einen Knuspertrick mit Puderzucker: Wenn der Kuchen eigentlich schon fertig ist, Mandelsplitter oder -plättchen mit zwei Esslöffeln Puderzucker vermengen und oben auf dem Kuchen verteilen. Dann den Grill an und das Gemisch karamellisieren lassen. Aber Vorsicht: Ein oder zwei Sekunden nicht aufgepasst und alles wird schwarz. Klar, ist dann kein veganer Apfelkuchen ohne Zucker mehr. Aber man kann sich ja auch mal was gönnen 😉
      LG
      Bert

  • Hallo Bert!
    Ich habe den Kuchen mit Nüssen und mit etwas Karotte im Teig für meinen Geburtstag gemacht und die Variante war auch sehr genial. *YUMMIIII*!!
    Morgen bin ich selbst zu einem Geb. eingeladen und genau diesen Kuchen soll ich bitte mitbringen. DANKE!!! An dich!
    Viele Grüße!
    Nadja
    P.S.: Hast du mal die Gummibärchen probiert? 😉

    • Hallo Nadja,
      bald musst du mal deine ganze Varianten vom veganen Apfelkuchen hier posten. Auch diese Version klingt wirklich genial, zumal ich Karottenkuchen auch sehr mag.
      Viele Grüße
      Bert
      PS: Ja, die Gummibärchen habe ich probiert. Sehr lecker. Muss sie aber leider online bestellen, da ich sie stationär hier nirgends bekomme.

  • Ach so, das mit dem Puderzucker und den Mandeln werde ich morgen noch dazukreieren! Danke für den Tipp! Das kommt bestimmt auch gut an.

  • Hallo,
    Ihre Überschrift mit der Aussage: …ohne Zucker ist so nicht ganz zutreffend, da Agavensirup auch Zucker ist, nur eben kein raffinierter Zucker, und daher für Diabetiker ebenso ungeeignet wie alle anderen Siruparten.
    Ich habe diesen Kuchen deshalb mit Stevia gebacken und er war sehr lecker.
    Vielen Dank für das Rezept.
    Ps.: Versuchen Sie mal statt Agavensirup Ahornsirup und mit kleingehackten gebackenen Maronen bestreuen.
    Gibt dem Kuchen nochmal eine ganz besondere Note.
    Liebe Grüße, Heiner

    • Hallo Heiner,
      vielen lieben Dank für dein konstruktives Feedback. Deinen Tipp werde ich sicherlich mal ausprobieren.
      LG
      Bert

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